Verkauft am 27.11.2020 – DK DAX / WKN: ETFL01

Mit einem Gewinn im unteren zweistelligen Prozentbereich habe ich mich von meinem DAX-ETF getrennt. Nicht, daß ich da Angst hatte um die bisherige Entwicklung, aber ich wollte das Geld freibekommen um damit Papiere zu kaufen mit höheren Gewinnerwartungen. Da gibt es einiges auf dem Markt, daß den DAX auf jeden Fall schlägt oder zumindest ebenbürtig ist. Dazu kommt, daß die 30 (ab Herbst 2021 dann 40) darin enthaltenen Papiere nun wirklich nur eine recht geringe Streuung zulassen. Einen DAX-ETF sollte man eh immer nur als Beimischung eines breit aufgestellten Depots betrachten und nicht als Hauptbestandteil.

DAX Chart
DAX Chart – Quelle: google.de

Der DAX hängt allgemein häufig etwas hinterher im Vergleich mit anderes Indizes. Das hängt u.a. damit zusammen, daß z.B. moderne Technologieunternehmen stark unterrepräsentiert darin sind. Und es gibt zudem halt auch Regionen, deren Wirtschaft schneller wächst. Daher bin ich jetzt raus, habe die Gewinne mitgenommen und das Geld neu angelegt.

Wer sich für ETF interessiert, sollte als Einsteiger eher etwas breit gestreutes wählen. Ein DAX-ETF ist da meiner persönlichen Meinung nach nicht die richtige Wahl. 30 Papiere ist nicht wirklich breit gestreut, zumindest nicht im Vergleich mit ETF wie dem Vanguard FTSE All-World, der in über 3.400 Papiere investiert.

Mein Ausstieg aus dem DAX ETF bedeutet übrigens nicht, daß ich da jetzt dauerhaft draußen bleibe. Vielleicht steige ich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ein, aber aktuell sehe ich halt an anderer Stelle bessere Entwicklungschancen für mein Geld.

Verkauft am 06.11.2020 – Barrick Gold Corp. / WKN: 870450

Fast genau nach drei Monaten habe ich nun die Aktien von Barrick Gold Corp. wieder verkauft. Der Kurs war in der Zeit etwas volatil, aber letztlich gab es keinen wirklichen Trend. So bin ich auch knapp über dem Einstiegskurs wieder ausgestiegen. In der Zeit haben sich andere Papiere ganz anders entwickelt.

Für Fans des Edelmetalls dürfte Barrick Gold Corp. sicher auch weiterhin interessant sein und wie sagte einst André Kostolany: “Investiere bei einem Goldrausch nicht in die Goldgräber, sondern in Schaufeln.”. Das war auch mein Plan, aber irgendwie waren Schaufeln nicht sehr gefragt in dem Zeitraum.

Barrick Gold Corp. Chart
Barrick Gold Corp. Chart – Quelle: Finanznachrichten.de

Die Aktie läuft praktisch seit Mitte 2020 recht stabil ohne wirkliche dauerhafte Wertentwicklung. In der aktuellen Zeit ist das nichts, was man so im Depot haben möchte.

Da ich praktisch bei Null ausgestiegen bin, war das Investment eine Erfahrung, die mich zumindest real nichts gekostet hat. Im Auge behalten werde ich das Thema Gold und die damit verbundenen Wertpapiere aber auf jeden Fall. Vielleicht ergibt sich da mal wieder eine Chance. Jetzt sehe ich erst einmal in anderen Bereichen gute Investitionsmöglichkeiten.

Verkauft am 13.10.2020 – LYXOR MSCI RUSSIA UCITS ETF – GBP DIS / WKN: LYX01C

Auch der ETF auf den russischen Index flog aus dem Depot. Nach dem Absturz im März 2020 konnte sich der Index nur zu einem Teil wieder davon erholen und dümpelte vor sich hin. Auch die Russland-Sanktionen machen sich hier zum Teil bemerkbar. Ich werde, ebenso wie bei Norilsk Nickel, das Ganze von der Seitenlinie beobachten und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigen.

Russland halte ich allgemein durchaus für spannend, auch was Investitionen betrifft. Derzeit ist da aber sehr viel Ungewissheit drin und deshalb soll sich der Nebel der Ungewissheit erst einmal etwas lichten und dann kann man entscheiden ob ein Investment Sinn macht oder nicht – so jedenfalls meine persönliche Meinung dazu.

Wie schnell ein Wiedereinstieg erfolgen wird, bleibt abzuwarten.

Chart des Lyxor MSCI Russia UCITS ETF - Dist
Chart des Lyxor MSCI Russia UCITS ETF – Dist – Quelle: justetf.com

Sobald der ETF die Bodenbildung erreicht hat, kann hier ein Einstieg wieder erfolgen. Ob das nun schon bald der Fall sein wird oder noch eine Weile dauert, wird man sehen. Vielleicht steige ich kommendes Jahr dort mit einem Sparplan ein, aber das ist noch nicht sicher. Erst einmal wurde das Geld aus diesem ETF in ein anderes Investment gesteckt: Sartorius Stedim Biotech SA.

Verkauft am 13.10.2020 – MMC NOR.NICK.PJSC ADR RL1 / WKN: A140M9

Die Aktie von Norilsk Nickel hatte sich nach dem Absturz Mitte März nicht wirklich wieder erholen können bzw. einen Teil der danach gemachten Wertentwicklung wieder abgeben müssen. Unter anderem größere Umweltschäden in den Abbaugebieten sind da ein Grund für, aber auch die allgemeine wirtschaftliche Lage.

Norilsk Nickel Chart
Norilsk Nickel Chart – Quelle: finanzen.handelsblatt.de

Langfristig kann die Aktie von Norilsk Nickel durchaus interessant sein, doch vieles hängt davon ab wie sich allgemein die Wirtschaft erholt, wie sich der Bedarf an Nickel und anderen Metallen entwickelt und auch ob und in welchem Umfang etwaige weitere Russland-Sanktionen sich auf das Geschäft von Norilsk Nickel auswirken können. Das alles übt natürlich aktuell auch Druck auf die Aktie aus.

Mir war die Entwicklung zu langwierig und ich habe die Verluste lieber realisiert und das Geld neu angelegt. Natürlich wären die aktuellen Kurse bei Norilsk Nickel für Einsteiger optimal, doch ob man dort schnell und in welchem Umfang Gewinne mit machen kann, ist halt nicht so sicher.

Norilsk Nickel kommt auf jeden Fall auf die Beobachtungsliste. Ein späterer neuer Einstieg, wenn sich der Nebel bezüglich mancher offener Fragen gelichtet hat, ist jedenfalls nicht ausgeschlossen. Aktuell aber erst einmal eine Beobachung von der Seitenlinie aus. Da gibt es derzeit spannendere Aktien, die bessere Aussichten versprechen.

Verkauft am 24.08.2020 – AROUNDTOWN EO-,01 / WKN: A2DW8Z

Nun gab es mal wieder einen Verkauf und das völlig ohne Not. Ich trennte mich von den Aktien von Aroundtown, einem Immobilienunternehmen. Die haben in erster Linie Gewerbeimmobilien wie Büros, Hotels und Supermärkte. Gerade in der aktuellen Zeit sind Büros aber weniger gefragt und werden es mittelfristig wohl immer weniger. Von daher habe ich mich, mit Gewinn, von diesem Aktienpaket getrennt.

Auch hier hilt natürlich: das ist meine persönliche Einschätzung und jeder darf die Entwicklungschancen der Aktie anders sehen. Sie dümpelt aber in den letzten Monaten eher vor sich hin und konnte sich von dem allgemeinen Absturz Mitte März nur zu einem Teil erholen. Bis die Kurse von fast 9 € je Aktie wieder erreicht werden, dürfte es wohl noch sehr lange dauern. Mir persönlich schien es da besser die Gewinne mitzunehmen und das Geld neu zu investieren. Durch die Verluste bei Wirecard waren die Gewinne vom Aroundtown-Verkauf zudem steuerfrei, konnten also komplett wieder neu angelegt werden.

Aroundtown Chart
Aroundtown Chart – Quelle: Google.de

Die Aroundtown-Aktie werde ich dennoch im Auge behalten und sollte sich eine günstige Einstiegsmöglichkeit ergeben und ich Chancen auf entsprechende Kursgewinne sehen, werde ich sicher auch drüber nachdenken wieder bei Aroundtown einzusteigen. Aktuell sehe ich bessere Chancen mit anderen Papieren und lege mein Geld nun dort an.